Noch Fragen...?
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fragt Dominik Anderauer aus der Schweiz.
Bananen sind gelb, Äpfel rot, gelb und grün, die Milch ist weiß. Warum ?

Wie es zu unterschiedlichen Farben kommt, seht ihr auf unserer Seite "Wie Farben entstehen...".
Farben entstehen also, weil aus dem weißen Licht, das aus den Spektralfarben besteht, einige Farben absorbiert (= aufgesogen) werden und nur noch der Rest an Farben reflektiert (= zurückgeworfen) wird. Diese zurückgeworfenen Farben sind insgesamt jene, welche wir sehen. Werden also alle Farbanteile wieder zurückgeworfen, sehen wir weiß.
Wie läuft das jetzt bei der Milch?
Dazu gucken wir uns mal an, wie die Milch im Detail aufgebaut ist. Milch ist eine EMULSION (das Wort leitet sich ab von den lateinischen Wörtern "mulgere"=melken und "ex"=aus, heraus). Logisch, sie wird aus Kühen, Ziegen, Schafen etc. herausgemolken. Das Charakteristische an Emulsionen ist aber, dass sie aus zwei normalerweise nicht mischbaren Flüssigkeiten bestehen.
Woraus besteht nun Milch?
Und welches sind die beiden normalerweise nicht mischbaren Flüssigkeiten? Milch besteht zu 90 Prozent aus Wasser. In dem Wasser sind z.B. Milchzucker, Eiweiße, Calcium, Phosphor, Natrium, Kalium, Eisen und Vitamin C. Alles zusammen ergibt das "Milchplasma". Vielleicht kennt ihr Blutplasma. Darunter versteht man Blut ohne rote Blutkörperchen. Es ist nicht mehr rot sondern fast klar. Genauso verhält es sich mit dem Milchplasma. Es ist fast klar. Wie die roten Blutkörperchen im Blut, wirkt in der Milch das Fett. Damit sind wir der Antwort schon sehr nahe. Wasser und Fett, das sind also die Bestandteile der Milch, die sich normalerweise nicht mischen lassen.
Sicher wusstet ihr schon, dass sich Wasser und Fett nicht ohne weiteres vermischen, denn die Fettaugen auf der Brühe schwimmen ja auch an der Oberfläche.
Wodurch können sich Wasser und Fett vermischen?
Dazu gibt es sogenannte Emulgatoren. Sie haben eine wassersuchende und eine fettsuchende Seite und schaffen es dadurch als Bindeglied die beiden sich (ähnlich wie Magnete) abstoßenden Elemente (Wasser und Fett) zu verbinden. In der Milch übernehmen Lecithine diese Aufgabe. Sie sind im Fett der Milch enthalten. Ihr wasserfreundlicher Teil hüllt das Fett in der Milch ein.
Das Milchfett liegt also in Form von winzigen Fettkügelchen von 0,1 bis 15 Mikrometer vor.
Diese Fettkügelchen in der Milch-Emulsion reflektieren die einzelnen Farbanteile des Lichts vielfach und zerstreuen es in alle Richtungen. Unser Auge nimmt dann wieder alle Farben als Gesamtfarbe weiß wahr.
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