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Bei unserem Besuch im Universum Science Center Bremen haben wir erstaunt erfahren, wozu die Ameisen ihre Kommunikation nutzen.
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Kommunikation = Verständigung

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"Man kann nicht nicht kommunizieren" lautet ein Sprichwort, das nicht nur für die Begegnung unter Menschen gilt.


WER KOMMUNIZIERT WIE?
  • Spinnen und Zikaden verständigen sich vor allem über Vibrationen
  • Hunde und Katzen jeweils über Düfte und Körpersprache
  • Bienen mit Hilfe eines "Schwänzeltanzes"
  • Fische und Quallen mit Lichteffekten - sie blinken sich im dunklen tiefen Meer zu.
  • Wale mittels Schallwellen über 1000de von Kilometern.
  • Es gibt sogar Pflanzen, die mit ihrer Umwelt kommunizieren, indem sie Lockstoffe für Wespen aussondern, sobald sie von Maden angefressen werden.
Ein aufwendiges Kommunikationssystem, durch das Verständigung über große Entferungen möglich wird, das zur Arbeitsteilung befähigt und somit eine soziale Gemeinschaft enstehen lässt, hat sich in der Entwicklungsgeschichte als Erfolgsrezept Nr. 1 herausgestellt. Gemeinsam mit den Menschen sind staatenbildende Insekten die biologisch erfolgreichsten Wesen auf diesem Planeten. Und wer fällt euch dazu ein? Die Ameisen natürlich!


CHEMISCHE KOMMUNIKATION im Ameisennest?
Ein Ameisennest ist so perfekt organisiert, dass 100.000der von Ameisen im Grunde einen neuen Organismus bilden: einen Superorganismus mit hunderttausenden von Augen und Mundwerkzeugen, der zur selben Zeit an tausend Orten sein kann. Das funktioniert natürlich nur, wenn die einzelnen Mitglieder der Gemeinschaft in ständiger Kommunikation miteinander stehen. So besitzen Ameisen das aufwendigste und komplizierteste chemische Kommunikationssystem der Erde. Über ihre Fühler, dem Hauptsinnesorgan, werden unzählige Informationen in Form von Duftstoffen, den Pheromonen, aufgenommen. Die Pheromone sind Hormone, die nicht nur im Ameisenkörper entstehen und bestimmte Verhaltensweisen bewirken, sie werden auch über Drüsen ausgeschieden. Wird also eine einzelne Ameise gereizt und dadurch aggressiv, werden die umstehenden Nestgenossinnen unweigerlich ebenfalls aggressiv.

Diese Pheromone dienen auch als Markierungsflüssigkeit für Nahrungsquellen, gefährliche Orte und Ameisenstraßen. Mit einem Viertel Tröpfchen könnte man um die gesamte Erde eine Ameisenstraße legen.
Außerdem verständigen sich einige Ameisen über Zirp- und Klopfgeräusche, die sie als Vibration wahrnehmen. Auch die Körpersprache spielt bei staatenbildenden Insekten eine wichtige Rolle. Ameisen, die sich begegnen, "betrillern" sich, d.h. sie treten kurz mit den Fühlern in Kontakt zueinander. Oft tauschen sie Futter. Versuche haben ergeben, dass ein in der Nahrung enthaltener Stoff nach spätestens 30 Stunden in allen Mägen der Ameisen eines Nestes enthalten ist. So wissen alle Ameisen stets genau, wie es um die Nahrungsbestände der Kolonie bestellt ist und können sich entsprechend verhalten.


VERBALE SPRACHE
Bei den Menschen steht die VERBALE SPRACHE im Vordergrund. Durch die Entwicklung der Sprache war der Mensch in der Lage komplizierte Aufgaben im Team zu lösen. Er konnte sich von vergangenen Erlebnissen berichten und in die Zukunft vorausplanen. Da sich in den jeweiligen Regionen der Welt aber völlig verschiedene Sprachen entwickelten ergab sich ein Problem: Alle Menschen der Welt haben zwar die Fähigkeit zu sprechen, sie sprechen jedoch über 6.000 verschiedene Sprachen.

KÖRPERSPRACHE
Unser körperliches Erscheinungsbild sagt eine Menge über uns aus. Damit ist Mimik (=Gesichtsausdruck), Gestik und Zeichensprache, Kommunikation durch Körperkontakt (z.B. Hände schütteln, Begrüßungskuss, -umarmung) und unbewusste Handlungen und Körpersignale wie nervöses Herumspielen mit Gegenständen, Weinen oder Erröten.

DÜFTE
Obwohl Geruchs- und Geschmackssinn nicht voneinander zu trennen sind, ist der Geruchssinn bei Menschen wesentlich stärker ausgeprägt. Während die Zunge nur salzig, sauer, süß und bitter erkennen kann, ist die Nase fähig, bis zu 10.000 verschiedene Gerüche zu unterscheiden. Das klingt viel - im Vergleich zu Schlangen, die mit der Zunge riechen, Haien oder Hunden riechen wir wie die Vögel aber relativ schlecht. Das Riechfeld eines Hundes umfasst 250 Millionen Sinneszellen, das des Menschen nur 20 Millionen.

Düfte können bei uns Gefühle und Stimmungen und auch körperliche Reaktionen wie Übelkeit hervorrufen. Das liegt daran, dass Geruchseindrücke im Gehirn mit Meldungen anderer Eindrücke in Verbindung gebracht werden.

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